Sexuelle Energie

Sexuelle Energie

Welche Rolle spielt sexuelle Energie im Tantra?

Wir vergleichen die sexuelle Energie gerne mit einem Wildpferd.
Ich kann versuchen, mich darauf zu setzen, den wilden Ritt genießen und mich irgendwo hin tragen lassen, worüber ich aber nur wenig Kontrolle habe.
Oder ich kann lieber sicher zu Fuß gehen.
Die meisten Religionen haben sich für das Wandern – die Askese – entschieden, weil die Gefahr der Abhängigkeit und dem Verlieren in der Sexualität zu hoch war.


Aber es gibt auch noch einen anderen Weg.

Sexuelle Energie ist die stärkste Energie, die wir haben. Sie ist dazu da, um neues Leben zu schaffen… aber auch genauso, um kreativ und lebendig zu werden, die eigenen Schöpferkraft zu aktivieren, zu wachsen und zu lieben.

Was, wenn wir lernen würden das Wildpferd zu zähmen und bewusst zu lenken? Diese unendliche Kraft und das Potential für unser Leben nutzbar zu machen? Bewusstsein und Liebe in unsere Sexualität zu bringen und uns wieder mit unserem authentischen Selbst zu verbinden…? Genau darum geht es im Tantra.

Um das Wildpferd zu zähmen braucht es den Mut, die eigene Wildheit zuzulassen und damit einen natürlichen Zugang zur Lust, den eigenen Bedürfnissen und Emotionen zu entwickeln. 

Dazu ist es hilfreich, die Glaubenssätze zu identifizieren, die uns im Laufe unseres Lebens geprägt haben, sie zu hinterfragen und gegebenenfalls zu transformieren. 

Es geht darum, bewusster und achtsamer zu leben, um sich selbst mehr zu spüren und sein eigenes authentisches Desire wahrnehmen zu lernen.

Und letzten Endes, um Energien bewusst lenken zu lernen.

Doch wie kann ich lernen, sexuelle Energie oder auch im allgemeinen Energie in meinem Körper zu spüren?

Leider haben wir in unserer westlichen Gesellschaft nicht gelernt, unsere Wahrnehmung darauf zu schulen, solche Aspekte wahrzunehmen. Wir sind in unserem Alltag meistens von uns selbst abgeschnitten, spüren uns nicht und funktionieren nur.
Es wird oft nicht erwünscht, dass wir mit uns verbunden sind, unseren physischen Körper, unsere Emotionen oder auch unsere Energie spüren.
Denn dies sind alles Aspekte, die uns daran hindern, zu funktionieren.
Unser Alltag ist sehr stark von unserem Kopf und unseren Gedanken gesteuert. Wenn wir also ein ganzheitlicheres Leben führen wollen, wo wir Energie mehr spüren, müssen wir unsere Aufmerksamkeit darauf lenken.
Am Besten geht das, indem wir Yoga, Atemtechniken und Meditationen praktizieren. 

Durch diese Praktiken können wir lernen, Energie in unserem Körper wahrzunehmen. Sie helfen uns, unsere Aufmerksamkeit nach innen zu richten und schulen unsere Achtsamkeit für diese subtilere Form der Wahrnehmung. 

Es gibt jedoch auch Menschen die einen natürlichen Zugang zu dieser Ebene haben. 

Der zweite Schritt ist, nachdem wir gelernt haben, sexuelle Energie oder auch Energie generell in unserem Körper wahrzunehmen, diese Energie lenken zu lernen.
Diese Techniken werden auch in verschiedenen Traditionen gelehrt, wie zum Beispiel im Tantra, Tai Chi oder Chi Gong, aber auch im Yoga und besonders im Kundalini Yoga.

Sexuelle Energien können sehr vielfältig sein. In der Sexualität können wir viele Schattenseiten unserer selbst entdecken, also Seiten, derer wir uns nicht so bewusst waren, wo wir vielleicht Facetten von uns entdecken, die uns Angst machen. Das können Facetten sein, die gesellschaftlich nicht akzeptiert sind oder gar anderen Menschen oder uns selbst schaden könnten.
Daher ist es extrem wichtig, Bewusstsein in diesen Bereich zu bringen, langsam und achtsam vorzugehen. Sexualität ist ein sehr intimer und verletzlicher Bereich, besonders im Tantra, wo wir uns immer mehr öffnen und zu uns selbst finden wollen. 

Nicht umsonst wird Sexualität in unserer Gesellschaft oft unterdrückt. Wir tun dies, weil wir noch nicht gelernt haben, diese Energie in unserem Leben zu integrieren.
Allein die Tatsache, dass so viele Menschen mit Fremdgehen zu kämpfen haben, ist ein Ausdruck dafür, wie schwierig der Umgang mit der sexuellen Energie ist. Wir werden hier mit unangenehmen Themen wie Scham, Angst, Egoismus, Schuld,… konfrontiert. Dies sind alles Aspekte, die sehr unangenehm sind.
Wir lernen keinen gesunden Umgang mit diesen Aspekten und lernen nicht, wie wir die sexuelle Energie anders lenken können, wie wir mit unseren natürlichen Trieben umgehen sollen, oder wie wir mit unseren Emotionen umgehen sollen, die ständig in uns schlummern. 

Dies ist auch eines unserer großen Anliegen – sexuelle Energie wieder als das zu sehen, was sie wirklich ist: eine Form von Energie, die wir in uns tragen und die unser Leben auf unbeschreibliche Weise bereichern kann, indem wir dadurch tiefe Verbundenheit und Liebe erfahren.
Mit dem Wissen um die Herausforderungen, die damit verbunden sind.
Durch die nötige Achtsamkeit können wir lernen, diese Energie vollkommen in unser Leben einzuladen.

Wenn uns das gelingt, können wir nicht nur unser Sexleben transformieren – hin zu mehr Genuss, Verbundenheit, Liebe und Ekstase – sondern haben auch allgemein im Leben viel mehr Energie für all die Themen zur Verfügung, die uns am Herzen liegen und die wir in die Welt bringen wollen.

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