3 Tipps für erfüllende Berührungen

3 Tipps für erfüllende Berührungen 

Liebevolle Berührung ist einer der wichtigsten Wege Verbindung aufzubauen und zu stärken.

Ein Baby kann ohne Körperkontakt und Zärtlichkeit nicht überleben. 

Aber Berührung ist nicht nur in der Kindheit essentiell wichtig für die eigene Entwicklung, Urvertrauen und Bindungsfähigkeit, sondern auch im Erwachsenenalter für Gesundheit und Glücksempfinden.

Das „Kuschelhormon“ Oxytocin hilft uns dabei zu entspannen, Stress abzubauen und unsere Emotionen besser zu regulieren, und stärkt dabei auch noch die Bindung zu unseren Liebsten.

Das zeigt sich vor allem am Anfang der Beziehung, wenn die meisten Paare gar nicht die Finger voneinander lassen können. Die häufigen Berührungen im Alltag und auch eine aktive Sexualität führt zu einem Gefühl tiefer Verbindung, Sicherheit und Glücksgefühlen.

Aber im Laufe der Zeit werden die kleinen Zärtlichkeiten im Alltag oft immer weniger, die Qualität der Berührung immer mechanischer und der Sex immer seltener…

Kein Wunder, dass viele Paare sich irgendwann entsprechend auch gar nicht mehr wirklich miteinander verbunden fühlen und eher den Eindruck haben nur noch nebeneinander her zu leben.

Was kann ich also tun, wenn ich meinen Partner gar nicht mehr spüre und mir wieder mehr Nähe und Verbundenheit wünsche?

Den Teufelskreis durchbrechen und neue positive Muster etablieren

Nachdem Berührung und Verbindung in engem Zusammenhang miteinander stehen, ist die große Frage ob ihr Euch in einer Aufwärts- oder Abwärtsspirale befindet.

Die meisten Paare befinden sich am Anfang der Beziehung in einer Aufwärtsspirale.

Das Verliebtsein führt zu dem Drang sich möglichst oft zu berühren.

Die vielen Berührungen stärken die Verbindung.

Die starke Verbindung führt wieder zu mehr Berührung.

Und so weiter…

Aber irgendwann dreht sich die Spirale um und wird zu einer Abwärtsspirale.

Stress und Alltagsverpflichtungen führen zu weniger Berührung und Sex.

Die fehlende Körperlichkeit schwächt die Verbindung.

Durch die fehlende Verbindung, haben beide weniger Lust auf Intimität.

Und so weiter…

Es geht also darum, diesen Teufelskreis zu durchbrechen und neue positive Muster zu etablieren.

Tipp #1: Regelmäßig Zeit für Sexualität einplanen

Das mag sich vielleicht am Anfang etwas unnatürlich anfühlen.

Viele Menschen haben Widerstände dagegen Zeit für Intimität und Berührung fest einzuplanen, weil sie der Meinung sind, dass das doch spontan aus dem Gefühl heraus entstehen sollte.

Aber das Problem ist, dass das Gefühl sich meistens erst dann wieder entwickelt, wenn der Teufelskreis einmal durchbrochen ist. 

Wenn ich in Langzeit-Beziehungen mit stressigen Job und Kindern nur dann Sex habe, wenn beide gerade spontan Lust haben, dann wird das voraussichtlich nur sehr sehr selten stattfinden.

Es braucht also erstmal eine bewusste Entscheidung sich Zeit für Körperlichkeit und Nähe zu nehmen. 

Wir empfehlen den Paaren, mit denen wir arbeiten, zumindest einen Abend die Woche fest für Qualitätszeit mit dem Partner zu reservieren. 

Und ob es dann in dieser Zeit wirklich zum Liebesspiel kommt oder ihr nur kuschelt und redet oder Euch massiert, das kann ja dann immer noch – je nach Lust und Gefühl – spontan entschieden werden 😉

Tipp #2: Zärtlichkeiten bewusst in den Alltag einbauen

Und zusätzlich braucht es positive Gewohnheiten und kleine Rituale.

Das können Dinge sein, wie morgens nach dem Aufwachen oder abends vor dem Einschlafen nochmal bewusst miteinander zu kuscheln und Dankbarkeit für den Partner auszudrücken.

Das kann eine längere Umarmung sein bevor ihr zur Arbeit geht oder wenn ihr abends wieder zusammen kommt.

Das kann eine 5-Minuten-Massage sein, sobald die Kinder schlafen oder sich einfach mal anlehnen und ein paar mal tief durchatmen.

Nichts Großes. Aber dafür am Besten täglich.

Ideal ist es, wenn diese kleinen Rituale an feste Zeiten gebunden sind, die sich täglich wiederholen.

Denn diese kleinen Gesten und Qualitätsabende können die Grundlage schaffen für mehr… was dann auch spontan aus dem Gefühl heraus entsteht.

Ich merke jedes Mal, wie wir uns vor allem am Tag nach einem wunderschönen Tantraritual, automatisch viel mehr berühren und die Nähe des anderen suchen oder wie sich die 5-Minuten-Massage dann spontan zum Liebesspiel entwickelt, weil die Verbindung so stark ist…

Tipp #3: Die Qualität der Berührung erhöhen

Ein Punkt, der bei all dem allerdings auch noch essentiell ist, ist die Qualität der Berührung.

Wir hören von unseren Teilnehmern immer wieder den Einwand, dass es überhaupt nichts bringt, wenn ihr Partner sie öfter berührt, so lange es sich so anfühlt, als würde er einen Hund tätscheln oder die Berührungen zu grob, zu schnell oder zu unachtsam sind.

Oft wiederholen wir tatsächlich die gleiche Art der Berührung, die wir selbst in der Kindheit von unseren Eltern erfahren haben und somit abgespeichert haben: aha, so sieht Liebe also aus.

Das heißt, dass Menschen, die als Kind nur sehr wenig Nähe bekommen haben oder höchstens mal ein Schulterklopfen als Anerkennung, oft auch als Erwachsenen ihre Probleme haben liebevolle Berührung zu geben und zu empfangen.

Daher ist es auch wichtig, hier sich selbst und dem Partner gegenüber Mitgefühl zu entwickeln.

Ja, es ist nicht so leicht diese Muster zu verändern und es reicht wahrscheinlich auch nicht, wenn ich meinem Partner einmal Feedback dazu gebe und dann erwarte, dass sich alles ändert. 

Aber es ist möglich.

Wie so oft, braucht es auch hier erstmal Bewusstsein für die eigenen Automatismen und den Willen diese zu transformieren.

Was unserer Meinung nach der wichtigste Schlüssel ist zu qualitativ hochwertiger Berührung ist PRÄSENZ. 

Nicht nur während dem Fernsehen, den Rücken des Partners mechanisch rauf und runter streicheln, sondern ihm oder ihr meine volle Aufmerksamkeit widmen.

Und dass die Bewegung nicht nur etwas ist was meine Hand „macht“, sondern ein Geschenk, das energetisch aus dem Herzen durch den Arm in meine Hand fließt… 

Das klingt jetzt etwas seltsam und ist auch einfach schwer zu beschreiben, aber wenn Du Lust hast, kannst Du bei unserer 2-tägigen Tantra Experience „reConnect to Intimacy“ mit dabei sein. Dort zeigen wir Dir den Unterschied 😉 

Dabei ist es auch wichtig, im Austausch zu bleiben und immer wieder Feedback zu bekommen, welchen Effekt unterschiedliche Berührung auf meinen Partner haben.

Den letzten Endes, ist das Entscheidende ja, dass es meinem Partner gefällt.

Ihr könnt auch einfach mal frei experimentieren.

Mit schneller und langsamer Berührung. Mit kräftiger Massage, kneten, drücken, fließendem Streichen, kratzen ganz sanftem Streicheln oder einfach nur die Hand auflegen und innehalten. 

Denn gerade auch die Pausen können super wertvoll sein.

Pausen, um zu spüren.

Pausen, um zu atmen.

Pausen, um wieder bewusst ins Hier und Jetzt zu kommen.

Probiert einfach mal Neues aus und lasst Euch von Eurem Partner beschreiben, was er oder sie dabei wahrnimmt.

Und der Empfangende darf mal versuchen wirklich zu beschreiben und nicht nur zu bewerten.

Statt also zu sagen: „ja, das ist gut“ oder „nein, das ist nicht gut

Eher zu beschreiben: „wenn Du mich hier streichelst, bekomme ich Gänsehaut und Schauer gehen durch den ganzen Körper“ oder „bei dieser Berührung spüre ich, wie sich mein Körper anspannt, es brennt etwas und fühlt sich wie betäubt an

Dadurch könnt ihr selbst noch mehr über einander lernen, Euch besser verstehen und Schritt für Schritt die Berührungen erlernen, die Deinem Partner am meisten Genuss bereiten.

Und natürlich darf dieser Prozess auch Spaß machen.

Wenn ich die Erwartung loslasse, dass er oder sie doch wissen „sollte“ was ich will, sondern wir uns beide offen auf eine Forschungsreise begeben, dann können wir vielleicht auch einfach darüber lachen, wenn einer von uns wieder in alte Muster und Automatismen fällt und mit einer liebevollen Erinnerung wieder mehr Bewusstsein schaffen 😉

Wenn euch das Thema erfüllende Berührung anspricht, könnt Ihr gerne an unserem kostenlosen Tantra Einführungskurs teilnehmen, an dem wir mit verschiedenen Berührungen experimentieren werden.

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